Matthäus 5, 27-32 – Du bist der Mann!

Tja, nachdem ich gestern feststellen musste, dass ich ein Mörder bin, reibt mir Jesus heute unter die Nase, dass ich ein Ehebrecher bin („Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen). Und auch in diesem Abschnitt wird die Ernsthaftigkeit dieser Feststellung untermauert durch die Androhung der Hölle für alle Ehebrecher.

Damit hab ich wohl null Chance auf einen Platz an der Sonne in Gottes Ewigkeit. Es wird wohl etwas dunkler und heißer werden… Es sei denn – es sei denn, dass es auch für Mörder und Ehebrecher noch einen Weg gibt, Gottes Gnade zu finden. Es sei denn, dass jemand anders meine Schuld auf sich nimmt und mich rein vor Gott stehen lässt…

Und dann die Sache mit der Ehescheidung. Eieiei, Jesus, wenn ich dich nicht besser kennen würde, könnt ich an solchen Aussagen verzweifeln. Warum so hart und kompromisslos? Warum scheint an dieser Stelle absolut nichts von Gottes Gnade gegenüber unserem Scheitern durch? Was würdest du denn heute, ganz konkret Menschen sagen, deren Ehe in Trümmern am Boden liegt, die sich jeden Tag auf’s neue nur gegenseitig verletzen und deren gegenseitiges Vertrauen am Nullpunkt ist? „Bleibt zusammen, sonst kommt ihr in die Hölle!“???

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