Matthäus 4, 18-22 – Folge mir nach

Matthäus berichtet von der Berufung der ersten Jünger. Jesus geht am See entlang, sieht Petrus und Andreas beim Fischen und ruft sie in die Nachfolge. Und „sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach.“ Ging das wirklich so schnell und ohne jegliche Vorbereitung? Oder ist das eine Zusammenfassung, die manches, was sonst noch passiert ist weg lässt? Vielleicht haben Petrus und Andreas ja schon was von Jesus gehört, vielleicht haben sie ihn schon predigen gehört und sich überlegt, dass das ja eine sehr beeindruckende Person und Botschaft ist. Oder kam Jesus einfach als Unbekannter und seine Ausstrahlung war so überwältigend, dass die beiden Brüder alles stehen und liegen ließen, um ihm nachzufolgen?

Wenn ich heute schaue, wie lange es dauert und wie mühsam es ist, bis Menschen wirklich in die Nachfolge Jesu gehen, dann kann ich mir kaum vorstellen, dass das so schnell und unproblematisch ging. Aber andererseits: Wenn man wirklich die Stimme Jesu hört, kann man dann noch widerstehen? Die Frage ist, wie wir heute diesen Ruf Jesu transportieren können. Was können wir tun, damit die Leute nicht unseren Ruf hören: „Komm in die Kirche!“, sondern Jesu Ruf: „Folge mir nach!“?

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.