Matthäus 27, 57-61 – Gott ist tot

Zwei Frauen beobachten, wie Jesus begraben wird. Der Lärm ist vergangen. Das hasserfüllte Schreien hat aufgehört. Die Spötter haben sich in ihre eigene kleine Welt zurück gezogen. Die meisten von Jesu Anhänger haben sich ängstlich in ihren Verstecken verbarikadiert. Nur die zwei Frauen sehen, wie man das leblose Stück Fleisch, das früher einmal ihre ganze Hoffnung war, in das in den Fels gehauene Grab schleppte. Nur sie hörten das dumpfe Geräusch, als der schwere Stein in seine Position vor den Grabeingang gewälzt wurde.

Bei diesem Geräusch zuckte ihre Herz noch einmal zusammen: „Jetzt ist es endgültig! Es ist vorbei! Der Sohn Gottes – tot! Kein Leben mehr, sondern nur noch toter Stein! Wie konnte Gott das zulassen? Warum hat er es nicht verhindert? War alles nur eine große Lüge? Wer war dieser Jesus dann wirklich? Was sollte das alles?“ Es fühlte sich an, als ob nicht nur ein Mensch gestorben ist, sondern als ob Gott selbst da im Grab lag. „Welchen Sinn macht das Leben jetzt noch? Es wird dunkel! So dunkel! Und der Schmerz bohrt sich tiefer und tiefer! Warum nur?!? Warum das alles?“

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