Matthäus 27, 31-44 – Der verhöhnte Gott

Christus am KreuzIn Mt. 26,53 sagt Jesus noch: „Meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, dass er mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schickte?“ Ja, er hätte das ganze leicht vermeiden können, aber er tat es nicht. Er lässt sich ans Kreuz nageln, er lässt sich verhöhnen und verspotten. Die „Zuschauer“ schütteln die Köpfe und lästern über ihn: „Wie kann man nur mit solch einem Anspruch auftreten? Sohn Gottes?! Selbst schuld, wenn er für diesen Größenwahn jetzt sterben muss!“ Die religiösen Anführer verspotten ihn: „So, der will also der König von Israel sein? Soll er doch runterkommen vom Kreuz und den Thron besteigen! Wenn er wirklich Gottes Sohn wäre, dann würde Gott ja spätestens jetzt eingreifen!“ Und selbst die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren, verschmähen ihn: „Wo ist jetzt deine Macht?! Wo bleiben jetzt die Zeichen und Wunder, von denen du angeblich so viele getan hast? Warum kannst du dir selbst und uns nicht helfen?“

Was ist das für ein Gott, der all das über sich ergehen lässt? Der tatenlos zusieht, wie sein Sohn ermordet wird und wie er lächerlich gemacht wird? Was ist das für ein Gott, der sich so demütigen lässt, der so schwach wird, dass alle auf ihm herum trampeln? Hätte er nicht mit einem Fingerschnipsen alles beenden können? Ja – hätte er können! Er tat es aber nicht. Muss ihm wohl wichtig gewesen sein, dass Jesus am Kreuz für uns starb! Sehr wichtig!

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Foto: Havlena / pixelio.de

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