Matthäus 25, 31-46 – Erschrecken

Immer wieder verstörend, dieses Gleichnis: Ein Bild für das endzeitliche Gericht. Der König wird die Menschen einteilen in solche, die den „geringsten Brüdern“ und damit Jesus selbst geholfen haben und solche, die es nicht taten. Hier wird jeder fromme Egoismus in den Grundfesten erschüttert. Hier wird von Jesus überdeutlich gezeigt, dass zum Glauben auch das Handeln gehört. Unmissverständlich wird deutlich, dass zur Gottesliebe auch die Nächstenliebe gehört. Wer seinem bedürftigen Nächsten nicht hilft, der hat in Wahrheit auch mit Gott nichts am Hut. Ich erschrecke immer wieder über dieses Gleichnis, oder besser gesagt: über mich selbst.

Wie ist das mit uns Mittelstandchristen hier in Deutschland? Was beschäftigt uns in der Gemeinde? Geht es uns vor allem darum, wie wir mehr Gottesdienstbesucher bekommen? Wie können wir mehr Leute gewinnen? Wie können wir unseren Kirchenraum und unseren Pastor finanzieren? Wie können wir Mitarbeiter für unser umfangreiches Wochenprogramm gewinnen? Mit welcher Großveranstaltung können wir in der Stadt auf uns aufmerksam machen? Wie können wir die Randsiedler der Gemeinde zu mehr Engagement ermutigen? Wie können wir als Gemeinde und Kirche überleben? Wie finden wir Funktionäre, um unsere Struktur am Laufen zu halten? Wie können wir unsere gute Gemeinschaft intensivieren? Wie können wir unterschwellige Streitigkeiten über Nebensächlichkeiten verhindern? …

Vielleicht sollen wir ab und zu ander Fragen stellen…

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.