Matthäus 24, 23-31 – Zeichen und Wunder

von windhauch

Interessant: Jesus sagt, dass viele falsche Propheten und Messiasgestalten kommen werden, und dass sie große Zeichen und Wunder tun werden. Die werden richtig überzeugend sein und bei denen passiert auch was: da geht’s ab, da wird nicht nur geredet, sondern da passieren große Dinge. Zeichen und Wunder. Da wird das geschehen, was wir uns in unseren Gemeinden sehr viel mehr wünschen: es wird sichtbar, dass es eine übernatürliche Kraft gibt, die Dinge tut, die sonst nicht möglich wären.

Das blöde ist ja nur, dass das von falschen Propheten kommen wird, von Hochstaplern, von Betrügern, von Leuten, die in Wahrheit gar nicht zu Jesus gehören. Für mich wird da die Ambivalenz von solchen Zeichen und Wunder sehr deutlich. In der Frömmigkeitsrichtung in der ich aufgewachsen bin und in der Kirche zu der ich jetzt gehöre, da geschehen nicht viele offensichtliche Zeichen und Wunder. Ich wünsche mir da oft mehr und spüre da oft auch bei mir selbst eine viel zu große Angst und Zurückhaltung vor ungewöhnlichen Erfahrungen. In manchen charismatischen Gemeinde passiert da sicher mehr.

Aber zugleich sehe ich an diesem Text, dass die Zeichen und Wunder an sich keine Bedeutung haben. Die Gegenseite kann sie genauso benutzen wie Gott. Ein spektakuläres und besonderes Ereignis und Wunder an sich, beweist noch lange nicht, dass Gott hier gehandelt hat. Es geht nicht um das Spektakuläre an sich, sondern es geht um Gott. Es ist wichtig, dass er handelt – egal ob das jetzt durch Wunder und Zeichen geschieht, oder ob er ganz verborgen im Alltäglichen handelt… Wobei: so ab und zu mal was Spektakuläres wär schon ganz nett! ;)

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