Matthäus 22, 41-46 – Auf die andere Wange zurückschlagen

In diesem Kapitel bei Matthäus werden einige Situationen erzählt, in denen die damaligen Theologieprofessoren und Oberfromme Jesus durch hinterlistige Fragen in die Pfanne hauen wollten. Das hat zu ihrem Leidwesen nie so richtig funktioniert. Interessant an dem heutigen Abschnitt finde ich, dass Jesus nicht nur reagiert hat, sondern dass er auch agiert hat. Er dreht jetzt den Spieß um und stellt den Pharisäern eine knifflige theologische Frage. Und siehe da: keiner hat ’nen Plan, keiner kommt auf ’ne gescheite Antwort!

Wobei ich nicht ganz kapiere, was an der Frage Jesu so überaus kompliziert sein soll. Es ist doch klar, dass es hier um unterschiedliche Ebenen geht: Der Messias ist auf der rein menschlichen Ebene ein Sohn (d.h. ein Nachkomme) Davids, aber auf der geistlichen Ebene ist er natürlich sein Herr. Wo ist das Problem?

Egal! Was ich gut finde ist, dass hier deutlich wird, dass das mit der anderen Backe hinhalten nicht einfach blind auf alle Situationen übertragen werden kann. Wenn Jesus nur die andere Backe hingehalten hätte, dann hätte er nicht kontern dürfen und schon gar nicht die Pharisäer mit solch einer Gegenfrage lächerlich machen dürfen. Aber es gibt eben auch Situationen, wo es gut und richtig ist, auch (verbal) zurück zu schlagen und dem anderen mal ’ne ordentliche (verbale!!! 😉 ) Backpfeife zu verpassen! Auch als Christ muss ich nicht einfach alles nur dulden und alles nur ängstlich runterschlucken!

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