Matthäus 22, 1-10 – Das Hochzeitsfest

FesttafelAuf eine Hochzeit eingeladen zu sein ist doch etwas besonders. Ich geh gern auf Hochzeiten und freue mich mit dem Brautpaar. Wer es sich irgendwie einrichten kann, will solch ein besonderes Fest nicht verpassen. Und deshalb bekommen die Gäste auch schon lange vorher eine Einladung, damit sie sich den Termin freihalten können. Wie ist das erst, wenn man sogar vom König zur Hochzeit seines Sohnes eingeladen wird? Von der wichtigsten Person im Land! Natürlich hält man sich diesen Termin frei – das wird doch noch zehnmal feudaler und herrlicher als eine „normale“ Hochzeit! Das ist doch eine riesige Ehre, wenn man da zu den geladenen Gästen zählt.

Jesus erzählt in diesem Gleichnis etwas seltsames und absurdes: Er erzählt von geladenen Gästen, die den Termin schon lange wussten und die dann kurz vorher noch absagen, um z.B. noch auf dem Acker zu arbeiten. Das ist doch der Wahnsinn! Wie kann man nur?!?

Aber wir erleben das ja noch heute: Jeder ist eingeladen zum größten und besten Fest der Welt, jeder ist eingeladen zur Gemeinschaft mit Gott. Und die meisten erfinden die unsinnigsten Ausreden, um zu diesem Fest nicht hin zu müssen. Auch ich selbst erleb das viel zu oft bei mir, dass mir andere Dinge wichtiger werden, als das Hochzeitsfest des Königssohns. Seltsam und absurd! Traurig und tragisch!

Aber was mir an diesem Gleichnis besonders gefällt, ist das Bild vom Hochzeitsfest. Das ist ein tolles Bild für den Glauben. Es geht nicht um etwas langweiliges, gesetzliches und freudloses. Nein, es geht um die größte Party der Welt. Da wird gefeiert, gelacht, getanzt. Da wird das beste Essen im ganzen Land aufgetischt, der köstlichste Wein wird aus dem Königskeller geholt. Da wird es Jubel ohne Ende geben. Schön!!!

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Foto: aboutpixel.deCandlelight Dinner © getready

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