Matthäus 21, 23-27 – Die bösen Glaubensfunktionäre

Da sind sie wieder: die bösen Hohepriester und Ältesten. Sie fragen Jesus, aus welcher Vollmacht heraus er handelt. Und es ist natürlich klar, dass sie die Frage nicht aus Interesse heraus stellen, sondern dass sie Jesus irgendwie hereinlegen wollen. Wir wissen ja, wie die Geschichte weitergeht: Sie wollen ihn aus dem Weg schaffen und das gelingt ihnen auch (naja, zumindest für drei Tage… 😉 ).

Aber ist das so klar und eindeutig, dass die damaligen religiösen Anführer alle total gegen Jesus waren? Dass sie es von Anfang an nur böse gemeint haben? Es gibt durchaus ein paar Gegenbeispiele: Der Pharisäer Nikodemus (Joh. 3,1) und Josef von Arimathäa (Lk. 23,49-51), der sogar ein Mitglied des Hohen Rates war (also des Gremiums, das Jesus verurteilte!).

Wie ist das heute, wenn da irgendwelche religiösen Wundertäter auftauchen, so manche scheinbar klaren Glaubensüberzeugungen in Frage stellen und sie von sich behaupten, dass sie eine engere Beziehung zu Gott haben als andere. Sind wir da nicht zurecht erst einmal misstrauisch? Fragen wir da nicht zurecht: Was steckt dahinter? In welcher Vollmacht tut er das? Vielleicht waren unter den damaligen religiösen Anführern auch manche, die nicht einfach böse und verblendet waren, sondern die diese Frage ernsthaft gestellt haben.

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