Matthäus 20, 1-16 – Ist Gott Kommunist?

Was ist Gerechtigkeit? Wie sieht gerechter Lohn für die Arbeit aus? Jesus erzählt ein Gleichnis von einigen Arbeitern im Weinberg: Diejenigen die nur wenige Stunden gearbeitet haben bekommen vom Weinbergbesitzer den gleichen Lohn wie diejenigen, die den ganzen Tag gearbeitet haben. Das heißt dann wohl für Gottes Vorstellung von einem gerechten Lohn: Jeder bekommt das was er braucht – unabhängig davon wie lange er gearbeitet hat. Gerechtigkeit bemisst sich dann also mehr an den Bedürfnissen, als an der Leistung.

Betrifft das jetzt nur geistliche Zusammenhänge, oder kann man das auch auf unsere moderne „Leistungsgesellschaft“ übetragen? Gerechter Lohn heißt nicht, dass man nach Leistung bezahlt wird, sondern dass jeder das Gleiche bekommt? Das klingt irgendwie sehr nach Kommunismus – und das ging ja gründlich schief… Aber es gibt auch andere Modelle, die in diese Richtung gehen: Z.B. ein bedingungsloses Grundeinkommen, das vom Staat finanziert wird. Warum eigentlich nicht? Damit wären wir sehr viel näher an den Gerechtigkeitsvorstellungen dieses komischen Weinbergbesitzers dran…

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