Matthäus 17, 22-27 – Märchenhaft

Seltsame Geschichte! Jesus sagt dem Petrus, er soll einen Fisch fangen, dem Fisch ins Maul schauen und mit dem Geld, das sich darin befindet die Tempelsteuer zahlen… So manche Ausleger sehen in diesem Abschnitt keine historische Begebenheit, sondern eine spätere Lehrerzählung, die verdeutlichen soll, dass Gott uns wunderbar versorgt. Um ehrlich zu sein: Für mich klingt das ganze auch eher nach einem Märchen, als nach Tatsachenbericht. Warum braucht es für das bisschen Geld so ein abgedrehtes Wunder?

Das Problem ist nur: Wenn man anfängt so zu argumentieren, dann kann man am Ende so ziemlich alles aus den Evangelien als „Märchen“ herausstreichen. Das fängt an bei Jesu Geburt (Gott wird Mensch durch eine Jungfrauengeburt) und hört auf bei Jesu Auferstehung (ein Toter wird wieder lebendig und fährt auf zum Himmel). Das klingt alles ziemlich märchenhaft – und trotzdem hat die Bibel den Anspruch, dass das wirklich so passiert ist und nicht nur ein paar fromme Spinner sich das ausgedacht haben. Warum sollte gerade bei dieser Geschichte mit dem Fisch ein anderer Maßstab angelegt werden? Vielleicht sollte ich mit dem Angeln anfangen… 😉

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.