Matthäus 17, 14-21 – Senfkornglaube

Tja, da sind sie wieder die Senfkörner! An anderer Stelle sagt Jesus, dass das Reich Gottes wie ein Senfkorn ist, aus dem mal ein großer Baum wachsen wird: Es fängt klein an, und wird immer größer. Nur sehe ich bis heute oft viel zu wenig von diesem Baum. Und in dem heutigen Text reibt er seinen Jüngern unter die Nase: „Ihr habt nicht mal dieses Senftkorn! Ihr habt nicht mal so einen klitzekleinen Glauben, wie ein Senfkorn!“ Wie soll daraus, um alles in der Welt, mal ein großer Baum werden?!?

Sind das die „Im-Tal-Sitzenbleiber„, die nicht mal einen Senfkornglauben haben und deshalb nichts mit Gott erleben? Das muss für die Jünger damals, die Jesus unten im Tal gelassen hat, ganz schön frustrierend gewesen sein. Erst durfte man nicht mit auf den Berg, dann versagt man unten im Tal jämmerlich und dann wird man auch noch von Jesus zusammen gestaucht, weil man so wenig Glauben hat…

Aber vielleicht muss ich dieses Bild vom Senfkorn auch anders herum lesen. Vielleicht will Jesus mit diesem Bild eher trösten und ermutigen: Du brauchst keinen übermenschlichen Glauben haben, du brauchst kein Superheiliger werden, der vor geistlicher Kraft und Tiefgang nur so strotzt. Es reicht ein klitzekleiner Senfkornglaube. Mehr brauchst du gar nicht! Und dann wird alles möglich…

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