Matthäus 16, 5-12 – Hahaha!

Hahaha! Köstlich, wie verpeilt die Jünger sind. Die Pharisäer wollens nicht kapieren (vgl. gestriges Post zu Mt.16,1-4) und die Jünger könnens anscheinend nicht kapieren – zumindest nicht so schnell. Jesus warnt sie vor dem Sauerteig der Pharisäer und meint damit ihre falsche Lehre, die das ganze Leben auf falsche Weise prägen kann. Aber die Jünger sind in Gedanken an einer ganz anderen Baustelle: Sie denken an ihren leeren Bauch und machen sich Sorgen, dass sie kein Brot haben. Dabei haben sie doch gerade eben erlebt, dass Jesus auch mit fast nichts Tausende satt machen kann (Mt.15,29-39).

Hahaha! So müssten wir ehrlicherweise auch oft über uns selbst lachen, weil wir es manchmal genau so wenig blicken, wie die Jünger damals. Ich glaube mit dem, worüber wir uns oft verzweifelt den Kopf zerbrechen oder worüber wir uns leidenschaftlich streiten, sind wir oft meilenweit von dem entfernt, was Jesus im Moment eigentlich wichtig ist. Das gute bei den Jüngern (im Gegensatz zu den Pharisäern) ist, dass sie Jesus verstehen wollen, dass sie nach seiner Erklärung kapieren, um was es geht.

Ich wünsch mir Mut, auch mal über mich selbst lachen zu können. Darüber wie bescheuert auch ich mich oft in Glaubensdingen verhalte und darüber, dass ich manchmal ’ne ewig lange Leitung hab, bis ich endlich kapiere, was Sache ist. Darüber, dass ich mir manchmal über die unwichtigsten Dinge den Kopf zerbreche und darüber dass ich manchmal meine ganz genau zu wissen, was Jesus meint – obwohl ich doch in Wirklichkeit total daneben liege…

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