Matthäus 16, 24-28 – Absolute Freiheit

Wer tut das schon? Sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen? Das Kreuz war damals das Zeichen für den Tod. Als Christen sollen wir dieses Todesurteil auf uns nehmen und bereit sein, für Jesus zu sterben. Für manche Märtyrer bedeutet das bis heute ganz wörtlich: um des Glaubens willen sterben. Für uns Wohlstandschristen der westlichen Gesellschaft heißt es, dass uns nichts wichtiger sein soll als Jesus Christus. „Wer sein Leben verliert um Jesu willen, der wird’s finden.“

In meiner Erklärungsbibel steht zur Parallelstelle bei Markus: „Was also Jesus von jedem erwartet, ist die absolute Freiheit von sich selbst, wie sie jemand hat, der zum sterben bereit ist und sich selbst ganz loslassen kann.“ Diese absolute Freiheit habe ich nicht, bei weitem nicht. Und ich kenne auch keinen anderen Christen, der sie wirklich in absoluter Weise hat. Bei manchen kann ich ansatzweise diese Freiheit sehen (und das ist beeindruckend). Aber bei den meisten Christen (inklusive mir selbst) drückt das Ego immer noch durch alle Poren.

Trotzdem sehne ich mich nach dieser absoluten Freiheit von mir selbst, die eine absolute Abhängigkeit von Jesus ist. Ich möchte mich immer mehr verlieren, um von Gott gefunden zu werden. Ich möchte mein altes Ego loswerden, damit Gott das Ich in mir zu Tage bringt, wie es eigentlich von ihm gemeint und erschaffen ist. Das wird nur punktuell gelingen. Aber besser ein paar Funken neues Leben, als ein Universum voll vergehender Dunkelheit.

Bewerte diesen Artikel

2 Gedanken zu „Matthäus 16, 24-28 – Absolute Freiheit“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.