Matthäus 14, 13-21 – Lächerlich wenig

Mein erster Gedanke: „Oh ja Herr, mach mich auch satt. Du hast damals die Leute satt gemacht, du kannst das auch heute tun. Ich hab so Hunger! Ich brauche dich. Gib mir das Brot. Gib mir dein Brot. Bitte!“

Mein zweiter Gedanke: „Ach, stimmt ja: In der Geschichte geht’s ja darum, dass die Jünger Jesu etwas von dem, das sie haben abgeben und austeilen, um dadurch die anderen satt zu machen. Und ich sollte mich wohl eher mit den Jüngern identifizieren, als mit der hungrigen Masse. Schade, schade… Das klingt anstrengender, als sich einfach nur von Jesus satt machen zu lassen.“

Mein dritter Gedanke: „Aber was hab ich schon zu geben, der ich mich selbst so hungrig fühle? Wie soll ich die anderen satt machen? Aber andererseits hatten ja auch die Jünger damals lächerlich wenig. Mit den paar Broten und Fischen konnte man auf keinen Fall 5000 Leute sat machen. Und trotzdem ging’s! Oder besser gesagt: Lies ER es gehen!“

Mein Gebet ist: „Herr, ich bring dir meine Brotkrumen. Ich weiß, das ist wenig. Lächerlich wenig. Aber du kannst damit irgendwie auch andere satt machen. Darum bitte ich dich!“

Noch was ganz anderes zu dem Text: Schön, dass nach der Frusterfahrung in Nazareth, Jesus jetzt die Massen nachlaufen und sie ihn unbedingt hören und erleben wollten. Und das, was in Nazareth nicht ging, das ging jetzt: Er heilte ihre Kranken. Aber typsich ist natürlich, dass das ausgerechnet da geschah, als Jesus sich mal predigtfrei nehmen wollte und sich eine wohlverdiente Auszeit gönnen wollte… 😉

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.