Matthäus 14, 1-12 – Einfühlsame Seelsorge

Vielleicht hätte es Johannes ja doch ein bisschen diplomatischer anstellen sollen. Erst mal ein Seelsorgeseminar besuchen und dann am besten ein Kommunikationsseminar. Dann hätte er sich vielleicht besser in den Herodes einfühlen können und seine Kritik angemessener rüberbringen können. Dann hätte er erstmal dem Herodes zuhören können, was denn alles in seinem Leben schief gelaufen ist, wie er als Kind von seinem Vater nicht richtig geliebt wurde und wie kaltherzig seine Mutter war. Dann hätte er viel mehr Verständnis für den armen Menschen aufbringen können und auch besser nachvollziehen können, warum der sich von seiner ersten Frau getrennt hat und seinem Bruder die Frau ausgespannt hat. Dann hätte sich einfühlen können, in die ganzen inneren Qualen und seine Verzweiflung, die ihn zu diesem Schritt geradezu gezwungen haben. Und er hätte dann eine längerfristige Seelsorgebeziehung zu Herodes aufbauen können, um ihn behutsam wieder auf den richtigen Weg zurück zu bringen.

Aber was tut er stattdessen? Er wirft dem Herodes an den Kopf: „Es ist nicht recht, dass du sie hast!“ (Mt.14,4) Eieiei, er hätte noch viel zu lernen gehabt, der Johannes. Das musste ja schief gehen…

😉

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3 Gedanken zu „Matthäus 14, 1-12 – Einfühlsame Seelsorge“

  1. Das ist der absurtester Kommentar den ich dazu gehört habe!

    „Vater vergib ihm er weiß nicht was er da schreibt“

    Vielleicht sollten Sie mal im Gefängnis sitzen an Stelle des Johannes. Mal sehen was Sie machen würden!

    Ich bete das Sie zum richtigen Verständnis kommen!

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