Matthäus 13, 53-58 – Predigtfrust selbst bei Jesus

Frustrierend, wenn die Leute einfach nicht glauben und nicht vertrauen wollen. Wenn einfach nichts passiert und nur kritische Blicke und abweisendes Stirnrunzeln kommt. Da hat man die beste Botschaft der Welt und die Leute wollen’s einfach nicht kapieren. Sie sind zu vorsichtig, zu misstrauisch, zu bequem. Und sie können einfach nicht glauben, dass die Sache mit Gott wirklich wahr ist.

So ging es sogar Jesus: In seiner Heimatstadt konnte er nicht viel bewirken. Er hat dort gepredigt, aber die Leute hatten einfach keinen Glauben, sie wollten nichts von Jesus wissen. Ich find’s einerseits echt hart, dass Jesus da scheinbar so machtlos ist und den Leuten nicht irgendwie besser deutlich machen konnte, wer er ist und was für eine tolle Botschaft er hat. Find’s aber irgendwie auch tröstlich, dass es Jesus teilweise auch nicht besser ergangen ist als uns heute. Auch Jesus konnte den Glauben und das Vertrauen nicht einfach herzaubern. Auch er war darauf angewiesen, dass die Leute selbst Vertrauen fassten, dass sie selbst den Mut zum Glauben aufbringen.

Ich kann die Leute von Nazareth aber auch verstehen. Sie kannten ihn ja von klein auf. „He, der war doch mit mir in der Klasse, und jetzt hat er irgendwie den religiösen Tick bekommen und hält sich für was besseres!“ Hätte wahrscheinlich genaus so reagiert. Und viel zu oft geht’s mir ja auch als Christ noch so, dass ich zu wenig Glaube und Vertrauen habe und Jesus dadurch nicht viele Zeichen tun kann. Auch als Christ kann ich ja über dieses Vertrauen in Gott nicht so einfach verfügen. Der Glaube ist kein Lichtschalter, den ich einfach umlege und der dann ständig hundert Prozent Strom durchlässt. Auch als Christ brauche ich immer wieder neu den Mut, auf Jesus zu vertrauen.

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