…ein stilles, sanftes Sausen

Matthäus 13, 31-33 – Ich will Bäume sehn!

SenfkörnerWie kommt es eigentlich, dass ich jetzt – im Jahr 2009 – immer noch so viele Senfkörner sehe, anstatt den versprochenen Baum? Jesus sagt, dass das Reich Gottes beginnt wie ein einzelne kleines Senfkorn. Aber es wächst und wird groß wie ein Baum (eine ausgewachsene Senfstaude wird zwar nicht zu einem richtigen Baum, aber sie kann bis zu drei Meter hoch werden). So langsam, knapp 2000 Jahre später müsste doch aus dem Senfkorn ein bisschen was geworden sein. Wo bleibt der Baum, von dem Jesus spricht?

Wenn ich uns Christen, vor allem hier in Deutschland, anschaue, dann denke ich eher an ein Senfkorn. Das ist alles so klein und so wenig sichtbar. Klar, es geschieht so manches, aber müsste das nicht viel mehr sein? Wo bleibt das Reich Gottes? Wo richtet Gott wirklich seine Herrschaft auf? Es gibt so wenige Menschen in Deutschland, die Jesus wirklich von Herzen lieben. Und selbst in den christlichen Gemeinden gibt es so viel Streit, Unzufriedenheit und Trägheit. Auch bei mir selbst ist vieles noch so klein und unbeutend – obwohl ich schon jahrelang Christ bin. Immer nur Senfkörner! Nichts als Senfkörner! Ich will Bäume sehn!
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Foto: wikimedia

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Ein Kommentar zu “Matthäus 13, 31-33 – Ich will Bäume sehn!”

  1. [...] mal ein großer Baum wachsen wird: Es fängt klein an, und wird immer größer. Nur sehe ich bis heute oft viel zu wenig von diesem Baum. Und in dem heutigen Text reibt er seinen Jüngern unter die Nase: “Ihr [...]

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