Matthäus 12, 15-21 – weglaufen

Interessant: Jesus erfährt, dass man ihn umbringen will und was macht er? Lässt er es auf eine Konfrontation ankommen? Bringt er das Volk auf seine Seite, um diese Mordpläne zu vereiteln? Holt er die himmlischen Heerscharen, um ihn zu schützen? Keins von all dem: er macht sich ganz einfach aus dem Staub. Begründet wird dies von Matthäus mit einem Jesaja-Zitat über den Gottesknecht: „Er wird nicht streiten noch schreien…“

Das restliche Evanglium zeigt, dass Jesus sich nicht grundsätzlich vor dieser Konfrontation mit den Pharisäern gescheut hat. Er ging am Ende ganz bewusst nach Jerusalem und wusste, dass man ihm dort nach dem Leben trachtet. Aber seine Zeit war wohl noch nicht gekommen. Manchmal kann weglaufen auch die richtige Antwort sein! Aber wenn Jesus immer nur weggelaufen wäre, dann gäbe es heute keine Christen, denn dann wäre er nicht am Kreuz für uns gestorben.

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