Matthäus 11, 25-30 – Balsam für die Seele

Nach dem „Haudrauf-Jesus“ (vgl. letztes Post)  gibts zum Fest einen ganz anderen Jesus: Sanft und veständnisvoll. Einer der schönsten Abschnitte in der Bibel: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ Auch bei diesen Versen ist nicht alles nur rosarot, leicht und problemlos. Jesus bleibt realistisch: Auch mit ihm gibt es manche Last zu tragen (mit einem Joch haben früher die Tiere den Pflug oder Wagen gezogen). Aber Jesus sagt uns, dass wir unsere Lasten ablegen dürfen und er uns eine sanfte und leichte Last auflegt.

Ich hab ja immer ein etwas gespaltenes Verhältnis zu solchen Verheißungen. Auf der einen Seite ermutigen und trösten sie mich. Diese Worte tun einfach gut und sind Balsam für die Seele. Sie sprechen tiefe Sehnsüchte aus und stellen die Erfüllung dieser Sehnsüchte vor Augen. Auf der anderen Seite kriecht der Gedanke hoch: Das ist doch zu schön, um wahr zu sein. Und man fängt kritisch an zu fragen: Wo geschieht denn das im Glauben? Gibt es tatsächlich Christen, die das von Herzen und ohne Einschränkung so sagen und sehen können? Ich bin jedenfalls trotz (und manchmal auch wegen) Christus oft mühselig und beladen…

Aber jetzt schieben wir mal die kritischen Fragen beiseite… Heute ist Weihnachten und ich freu mich über diesen sanften und liebevollen Jesus!

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