Lukas 9, 1-9 So selbstverständlich

Das klingt alles so einfach und selbstverständlich: Jesus ruft seine Jünger zusammen, befähigt sie und beauftragt sie zu predigen und zu heilen. Dann gehen die Jünger los, ziehen von Dorf zu Dorf und tun genau das, was Jesus ihnen aufgetragen hat: sie predigen und machen Kranke gesund.

Das mit dem Predigen kann ich ja noch einigermaßen nachvollziehen. Obwohl das für uns Jünger heute auch nicht mehr selbstverständlich ist. Klar: am Sonntag in der Kirche zu predigen – das ist selbstverständlich. Aber von Dorf zu Dorf zu ziehen, ohne Geld und Verpflegung – wer macht das heute? Und dazu nicht nur vom Heil reden, sondern das Heil anschaulich und konkret werden lassen, indem Menschen von Krankheiten gesund werden…

Ob das damals alles so selbstverständlich und problemlos ablief, wie es sich hier in dieser Zusammenfassung des Lukas anhört? Hat das bei manchen Jüngern besser funktioniert, als bei anderen? Wie haben die Menschen auf die Predigt der Jünger reagiert? Sind einfach alle Kranken auf wunderbare Weise gesund worden, oder geschah es zeichenhaft an Einzelnen? Würde Jesus seinen Jüngern heute, in unserer Zeit und Kultur, noch genau dieselben Aufträge geben? Was beabsichtigt Jesus für uns: sollen wir alle ohne Besitz als Wanderprediger durch die Lande ziehen? Das sind einige der Fragen, die ich mir bei diesem Text stelle…

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