Lukas 8, 4-15 Geduld

Beim Lesen des Textes ist mir dieses mal besonders das Stichwort Geduld aufgefallen. Lukas hat dieses  Wort in V.15 eingefügt – bei der Parallelstelle in Markus und auch bei Matthäus taucht es nicht auf. Der Samen den Jesus ausstreut bringt Frucht – aber dazu braucht es Geduld. Es geht nicht so schnell und offensichtlich, wir wir uns das wünschen.

Diese Aussage ist im Grunde im ganzen Gleichnis schon angelegt. Zuerst erzählt Jesus ausführlich, was beim Ausstreuen des Wortes Gottes alles schief gehen kann. Es kann auf den harten Weg fallen und zertreten werden, es kann auf felsigen Boden fallen und wegen zu wenigen Wurzeln schnell wieder verdorren, es kann unter die Dornen fallen und erstickt werden. Das ist das erste was wir sehen: es ist zuerst offensichtlich, wo das Wort Gottes keine Frucht bringt. Noch bevor der Sämann irgend etwas positives sehen kann, muss er zur Kenntnis nehmen, wo er vergeblich gesät hat.

Denn den Samen auf dem guten Boden sieht man zunächst nicht. Er wird in die Erde eingepflügt und es scheint zunächst einmal gar nichts zu passieren. Erst langsam wächst die Frucht heran und erst zur Erntezeit kann man feststellen, dass das Wort Gottes doch noch reichlich Frucht gebracht hat. Das braucht Geduld, Ausdauer und Gelassenheit.

| Bibeltext |

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