Lukas 8, 16-18 Zuhören üben

Beim ersten Lesen hab ich mich gefragt, was diese Verse jetzt in diesem Zusammenhang zu suchen haben. Die Aussagen sind ja recht allgemein gehalten, ohne gross gedeutet zu werden. Es ist ja eine Allerweltsweisheit, dass man ein Licht nicht unter die Bank stellt, sondern auf einen Leuchter setzt. Und auch dass dem, dem gegeben ist noch mehr gegeben wird findet sich im Neuen Testament in verschiedenen Zusammenhängen. Warum also hier?

Die Stuttgarter Erklärungsbibel haben mich auf die Spur gebracht: Auch wenn Jesus nach Lk. 8,9-10 in Gleichnissen redet und diese nicht von allen verstanden werden, so ist es trotzdem seine Absicht, dass viele Menschen seine Lehre verstehen und annehmen (das Licht sehen). Er will keine esoterische Geheimlehre weitergeben, sondern sein Licht leuchten lassen. Allerdings ist es wichtig, genau zuzuhören. Denn wer schon etwas von Jesu Worten verstanden hat, dem wird das weitere Verständnis leichter fallen („wer hat, dem wird gegeben“). Wer sich allerdings gar nicht darum bemüht zu verstehen, dem wird Jesus fremd bleiben.

„So seht nun darauf, wie ihr zuhört.“ Es ist nicht immer einfach Jesus zu verstehen. Manches wird uns ein Leben lang fremd bleiben. Manches werden wir erst in der Ewigkeit verstehen. Aber je genauer wir hinhören, je besser wir das Zuhören einüben, desto mehr von Jesu Licht werden wir sehen.

| Bibeltext |

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