Lukas 23, 50-56 Ohne Josef, kein leeres Grab

Der Kreuzestod war nicht nur die grausamste Hinrichtungsart der Antike, sondern auch diejenige, welche einen Menschen am meisten entehrt hat. Im damaligen Gefühl war es noch wichtiger, einen ehrenhaften Tod zu haben als heute. Die Leichname der Gekreuzigten wurden dementsprechend normalerweise auf ganz und gar nicht respektvolle Weise entsorgt. Ab und zu machten die Römer eine Ausnahme und ein Toter durfte bestattet werden.

Es ist also keine Selbstverständlichkeit, das Josef von Arimathäa den Leichnam Jesu begräbt. Darüber hinaus war Mitglied des Hohen Rates, also des Gremiums, das Jesus unbedingt loswerden wollte. Er stieß mit seinem ehrenvollen Handeln gegenüber Jesus kaum auf große Gegenliebe im Hohen Rat. Und trotzdem hat er es gewagt. Er war ein guter und gerechter Mann.

Was wäre wohl gewesen, wenn die Römer den Leichnam Jesu einfach hätten verschwinden lassen? Was wäre gewesen, wenn sich Josef nicht für Jesu Grablegung eingesetzt hätte? Dann hätte es kein leeres Grab als bestätigenden Hinweis auf Jesu Auferstehung gegeben. Dann hätte man die Auferstehungsberichte noch leichter für erfunden halten können. Gut dass es einzelne Menschen, wie diesen Josef gegeben hat und gibt, die gegen den Strom schwimmen. Auch ein Einzelner kann einen Unterschied machen. Auch du!

| Bibeltext |

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