Lukas 22, 54-62 Felsenfest

Zu der Verleugnung des Petrus habe ich am letzten Sonntag gepredigt. Ein wichtiger Gedanke für mich war, dass gerade das Versagen der Verleugnung und die spätere Erfahrung, dass Jesus Christus ihn dennoch annimmt, den Petrus zum Fels der Gemeinde gemacht haben. Jesus hat dem Simon ja den neuen Namen Petrus (griechisch für „Fels“) gegeben und verheißen, dass er auf diesen Fels seine Gemeinde bauen will. Petrus hat durch sein Versagen in der Verleugnung nun ganz deutlich gemerkt und bitter lernen müssen, dass er dieser Fels der Gemeinde nicht aus eigener Kraft sein kann. Dieser Fels kann er nur als begnadigter Sünder sein.

Das gilt auch für andere Christen: Stark im Glauben macht uns nicht unsere eigene Kraft und Glaubensstärke, sondern die bittere Erfahrung unseres Scheiterns und die Erfahrung von Gottes vergebender Liebe. Felsenfest auf Jesus stehen wir nur, wenn unsere eigene Selbstsicherheit gründlich erschüttert wurde und wir ganz existentiell merken, wie tief wir von Gottes Gnade und Kraft abhängig sind.

| Bibeltext |

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