Lukas 21, 5-19

Ich tue mich immer etwas schwer mit solchen apokalyptischen Texten. Wir wissen ganz einfach nicht, wann das Ende der Welt kommen wird. Selbst Jesus kann hier keine genauen Angaben machen. Der Tempel in Jerusalem ist längst zerstört und knapp 2000 Jahre später leben wir immer noch. Kriege, Aufruhr, Erdbeben, Hungersnöte und Seuchen hat es in der Antike und durch die Jahrhunderte genauso gegeben wie heute. Natürlich gibt es immer welche, die Panik machen und sagen: „Ja aber heute ist das alles viel schlimmer als zu früheren Zeiten!“ Aber das überzeugt mich nicht: Sieht es heute wirklich schlimmer aus, als z.B. im Mittelalter, als Pest und Cholera ein Großteil der Bevölkerung vernichtet hat oder im 30-jährigen Krieg?

Wir Deutsche verfallen ja schon in Endzeitstimmung, wenn unser Rentenalter von 65 auf 67 Jahre angehoben wird! Wir leben nach wie vor in einer Überflussgesellschaft und haben nicht mit Hunger zu kämpfen, sondern mit Übergewicht, weil wir zu viel zum Essen haben… Ich denke, für man andere Christen auf dieser Welt, spricht dieser Text ganz anders. Christen,  die verfolgt sind, die ums überleben kämpfen, die mit Armut und Hunger zu kämpfen haben. Ich für mich kann aus dem Text mitnehmen, dass ich mir über meine Probleme nicht all zu viel Sorgen zu machen brauche: Gott ist da – auch wenn es noch schlimmer kommt.

| Bibeltext |

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.