Lukas 21, 29-38 Das Herz nicht beschweren

Bei diesem Abschnitt hat mich besonders V.34 angesprochen: „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit täglichen Sorgen…“ Herrlich direkt und ohne falsche Zurückhaltung! Wenn wir fressen und saufen, dann ist das ja eigentlich der Versuch, die Sorgen zu ersticken. Dann wollen wir uns ja eigentlich ablenken und den Frust vergessen. Aber in Wahrheit geschieht dabei genau das Gegenteil: Wir beschweren unsere Herzen! Wir laden uns letztendlich zusätzliche Sorgen auf. Die Sorgen werden nur verdrängt, aber nicht überwunden.

Sorgen wirklich abgeben zu können, ist aber gar nicht so einfach. Es ist leichter, sie mit Ersatzbefriedigungen zu verdecken und eine Zeit lang zu vergessen. Mir geht es auf jeden Fall so. Ich weiß natürlich vom Verstand her, dass ich mir als Christ keine Sorgen machen brauche, bzw. dass ich meine Sorgen bei Gott abgeben darf. Aber die Gedanken, die um die Sorgen kreisen und immer weiterkreisen abzustellen, ist eine große Kunst. Das muss mir immer wieder neu von Gott geschenkt werden.

Mir ist dazu heute folgender Liedvers begegnet, der mich sehr angesprochen hat: „Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.“

| Bibeltext |

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