Lukas 21, 1-4 Reichtum, mitten in der Armut

Die arme Witwe gibt trotz ihrem Mangel großzügig. Wir tun uns trotz unserem Reichtum schwer mit dem abgeben. Wie reich wir hier in Deutschland sind, wurde mir gestern Abend wieder deutlich. Im Fernsehen kam eine Reportage über einen englischen Taxifahrer, der für einige Monate in Mumbai, der größten Stadt Indien, arbeitete. Er wurde eingewiesen von einem indischen Taxifahrer, der ihm auch in seinen eigenen Alltag und in sein Leben Einblick gegeben hat.

Es ist für uns unvorstellbar, in welcher Armut ein Großteil der Weltbevölkerung lebt. Der indische Taxifahrer war noch recht gut dran: er hat eine Arbeit, er kann für sich und seine Familie sorgen (und sorgt sogar für die verwitwete Schwester seiner Frau und ihre vier Kinder). Sie wohnen zu neunt in einer winzigen Wohnung. Der Taxifahrer ist täglich stundenlang im Verkehrschaos von Mumbai unterwegs und verdient doch lächerlich wenig. Wie gesagt: ihm geht es noch relativ gut, in der Reportage tauchten auch andere Personen auf, die buchstäblich jeden Tag ums überleben kämpfen müssen.

Die bewegendste Szene fand ich, als der indische Taxifahrer dem Engländer sein Miettaxi präsentierte: Der Inder hatte, um ihm eine Freude zu machen, auf der Rückscheibe den Namen des Engländers aufgeklebt. Dem reichen Westeuropäer kamen die Tränen. Er wusste, dass sein neuer Freund um jeden Cent zu kämpfen hat. Und trotzdem hat er Geld für Klebebuchstaben ausgegeben…

Was für ein Reichtum, mitten in der Armut. Ähnlich ist es bei der Witwe aus Lukas 21: Was für ein Reichtum, mitten in der Armut.

| Bibeltext |

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