Lukas 19, 28-40 Ein König anderer Art

Aus dem erzählerischen Rückblick betont Lukas, dass zwar der König kommt, dass aber damit kein irdisch-messianisches Reich anbricht. Auffällig ist V.38: Der König wird begrüßt und es folgt ein Friedenswunsch. Bei Markus dagegen ist ausdrücklich vom „Reich unseres Vaters David“ (Mk. 11,10) die Rede. Lukas lässt das ganz bewusst weg, weil er deutlich machen will, dass Jesus eben kein irdisch-politisches Königreich bringt, so wie es König David brachte. Sein Reich ist von anderer Art. Bei Markus sehen wir, dass es solche Hoffnungen damals durchaus gab.

Ich wünsche mir so manches mal auch, dass Jesu Königreich anders aussieht. Wäre nicht manches einfacher, wenn Jesus Christus sichtbar auf dem Thron sitzen würde? Wäre die Weltgeschichte nicht anders verlaufen, wenn Jesus damals das Reich Gottes aufgerichtet hätte? Aber das ist gerade die Stärke dieses Königs: Er zwingt niemand ihn anzubeten. Er herrscht im Verborgenen. Sein Reich ist nicht von dieser Welt. Er möchte nicht mit Gewalt zum Gehorsam zwingen, sondern er möchte durch Liebe überzeugen.

| Bibeltext |

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.