Kohelet 4, 13-16 Der Traum vom Star

Je nach Übersetzung ein gar nicht so einfach zu verstehender Abschnitt. Es geht um hypothetische Überlegungen zu Weisheit, Erfolg und Volksgunst. Grundsätzlich wird festgestellt, dass es besser ist arm und weise zu sein, statt mächtig, reich und töricht. Nun wird der Gedanke aber weiter gesponnen. Selbst wenn ein armer, aber weiser Mann König wird und das Volk ihm zujubelt, so ist das doch auch nicht von bleibender Bedeutung. Denn Die Gunst des Volkes kann sich schnell wenden und sich auch gegen den weisen König wenden. Letztendlich ist das auch alles „Haschen nach Wind“. Politische Macht, Reichtum und Popularität ist selbst verbunden mit Weisheit nichts Bleibendes.

Das ist ja bis heute so: An einem Tag werden prominente Politiker, Sportler oder Medienstars von den Massen hochgejubelt und am anderen Tag sind sie schon vergessen. Es geht dem Prediger nicht in erster Linie darum, diese Wechselhaftigkeit zu kritisieren, sondern darauf aufmerksam zu machen, dass man sein Leben nicht auf Popularität, Erfolg und Reichtum aufbauen sollte. Diese Dinge können genau so schnell vergehen, wie sie gekommen sind. Wenn das der einzige Sinn im Leben ist, dann ist man letztendlich arm dran.

Die ganzen Castingshows, von denen es im Fernsehen nur so wimmelt sind ein gutes Beispiel dafür. Da wird der Traum vom Star verkauft: „Wenn du die Castingshow gewinnst, dann bist du populär, erfolgreich und reich, dann hat dein Leben einen Sinn.“ Aber eigentlich weiß doch jeder, wie schnell dieser Ruhm auch wieder zerbröseln kann… Haschen nach Wind!

| Bibeltext |

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