Kohelet 2, 24-26 Ein Hoffnungsschimmer

Na endlich mal was Positives! „Ist’s nun nicht besser für den Menschen, daß er esse und trinke und seine Seele guter Dinge sei bei seinem Mühen?“ (V.24) Ja klar, das hört sich doch gut an! Allerdings schränkt der Prediger gleich wieder ein: Auch das ist nichts, was wir uns erarbeiten können, was wir irgendwie „machen“ können, sondern es kommt aus Gottes Hand. D.h. es ist Gnade, wenn ein Mensch in seiner Seele wirklich guter Dinge sein kann. „Denn wer kann fröhlich essen und genießen ohne ihn? Denn dem Menschen, der ihm gefällt, gibt er Weisheit, Verstand und Freude.“ (V.25f) Ein fröhliches, zufriedenes Leben ist ein Geschenk Gottes und nicht Frucht meiner eigenen Lebensweisheit.

Und dann kommt noch mal eine Einschränkung: „Auch das ist eitel und Haschen nach Wind.“ (V.26) Also selbst ein fröhliches und genußvolles Leben, das von Gott geschenkt wird, hat letztendlich nichts Bleibendes. Es ist irgendwann vorbei und es bleibt nichts davon.

Deprimierende Aussagen?! Ja durchaus! Mit knallharter Nüchternheit analysiert der Prediger unser irdisches Leben. Aber für mich steckt darin auch etwas Entlastendes: Nimm dich selbst nicht so wichtig! Ob es dir jetzt gut oder schlecht geht, spielt letztendlich keine so große Rolle. Wenn’s dir gut geht: „Freu dich! Und genieße es ohne schlechtes Gewissen!“ Wenn’s dir schlecht geht: „Mach dir nichts draus. Gott kann das schnell wieder ändern.“ Nimm die Dinge wie sie kommen und mach das Beste daraus!

| Bibeltext |

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