Josua 14 Göttliche Inkonsequenz

Gott behandelt alle gleich: das eroberte Land wird durch Los verteilt. Da wird nicht auf menschliche Weise darüber diskutiert, wer wo hin möchte, wer der Stärkste ist, wer welche Vorlieben hat. Da wird nicht um das beste Stück Land geschachert und machtpolitische Spielchen gespielt. Nein, es wird ganz einfach ausgelost, wer welches Landstück bekommt.

Gott behandelt nicht alle gleich: Kaleb spielte bei der ersten Erkundung des Landes eine besondere Rolle und hatte schon dort seine besondere Treue zu Gott gezeigt. Das wird nun dadurch belohnt, dass er die Stadt Hebron erhält. Gott sieht den Einzelnen, er sieht welches Herz ihm besonders treu ist und er gibt dafür seine besondere Anerkennung.

Ich mag diese göttliche „Inkonsequenz“. Grundsätzlich werden alle gleich behandelt. Aber Grundsätze sind nicht dazu da, um auf gesetzliche und alle Unterschiede einebnende Weise umgesetzt zu werden. Gott sieht uns nicht als unpersönliche Nummern, sondern als einzigartige Individuen. Er liebt uns alle in gleicher Weise, wir sind alle gleich viel Wert bei ihm – aber er sieht auch unsere Persönlichkeit, er sieht unser Herz an, er behandelt uns ganz individuell.

| Bibeltext |

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