Josua 11 Heiliger Krieg

Für unsere Ohren ist es immer wieder verstörend, wie eng im Josuabuch Krieg und die Ausrottung ganzer Städte (inklusive der Frauen und Kinder) mit dem Glauben an Gott verbunden werden. Aber nach damaligen Vorstellungen war das ganz normal und selbstverständlich. Nicht nur für Israel, sondern auch für andere Völker. Es gab keine Trennung der Welt in einen säkular-politischen und in einen religiösen Bereich. Beides gehörte damals untrennbar zusammen. Wenn ein Volk gegen ein anderes gekämpft hat, dann war das mehr als eine Auseinandersetzung zwischen Menschen. Es war eine Auseinandersetzung zwischen den Göttern dieser Völker oder Volksstämme. Im Krieg hat sich gezeigt, welcher Gott mächtiger ist.

Wir schauen ja heute als Christen etwas mitleidig und völlig verständnislos islamischen Fundamentalisten gegenüber, die meinen mit Bomben und Waffen für ihren Glauben kämpfen zu können. Aber auch Juden und Christen haben erst lernen müssen (und müssen es immer wieder neu lernen), dass der eigentliche und entscheidende Kampf nicht mit Waffengewalt zu gewinnen ist. Jesus Christus hat das ganz deutlich gezeigt: Er kämpfte nicht mit Schwertern gegen die römischen Unterdrücker, sondern er kämpfte am Kreuz gegen die Gottlosigkeit der Welt. Das Herz der Menschen kann nur von innen her gewonnen werden und nicht durch äußerliche Gewalt. Am Kreuz führt Gott selbst den entscheidenden und einzigen heiligen Krieg um das Herz von uns Menschen.

| Bibeltext |

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