Johannes 8, 24-41 Ich war blind…

Was wollen die Pharisäer hier eigentlich erreichen? Da wurde ein Mensch von Jesus geheilt und er bezeugt nur was er erlebt hat. Nach einer ersten Befragung und nach der Befragung der Eltern wenden die Pharisäer sich zum zweiten mal an den Geheilten. Aber wozu? Soll der Geheilte leugnen, dass er geheilt wurde? Soll er sich von Jesus distanzieren? Soll er Jesus als Scharlatan entlarven? Aber er kann ja nichts anderes sagen, als das was er erlebt hat: „Eins aber weiß ich: dass ich blind war und bin nun sehend.“ (V.25)

Es geht den Pharisäern nicht um den geheilten Menschen. Es geht ihnen um Jesus. Jesus scheint für sie gefährlich und bedrohlich zu sein. Sie versuchen alles, um Jesus in Misskredit zu bringen. Die wunderbare Heilung eines Blindgeborenen passt ihnen darum gar nicht. Aber sie können das Geschehen ja nicht rückgängig machen. Sie haben sich in ihrer Abwehrhaltung verrannt.

Der Geheilte dagegen tut das, was Jesus von jedem von uns erwartet: er bezeugt vor anderen, was er mit Jesus erlebt hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Er muss keine Wunder vollbringen. Er muss die Pharisäer nicht von Jesu Messianität überzeugen. Er muss keine theologischen Streitgespräche führen. Er muss keine Leute bekehren. Er braucht nur zu bezeugen, dass Jesus ihn sehend gemacht hat.

| Bibeltext |

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