Johannes 7,53 – 8,11 Jesus liebt den Sünder, aber hasst die Sünde

Ein wundervolles Beispiel dafür, wie Jesus mit Sünde und Sündern umgeht. Die Frau ist beim Ehebruch ertappt worden (wobei wir heute zurecht fragen: Wo bleibt dann der Mann? Warum wird nur die Frau des Ehebruchs angeklagt?). Jesus zieht sich geschickt aus der Affäre: Er verharmlost nicht die Sünde (V.11: „Geh hin und sündige hinfort nicht mehr“), aber zugleich verurteilt er die Frau auch nicht (V.11: „So verurteile ich dich auch nicht“). Wir bringen das heute oft auf die einfache Formel: „Jesus liebt den Sünder, aber hasst die Sünde“.

Soweit so gut. Aber was passiert, wenn die Frau ein zweites mal beim Ehebruch erwischt wird? Vergibt Jesus dann genauso wie beim ersten mal? Oder gibt es dann keine Vergebung mehr? Wie sieht es aus beim dritten, vierten, fünften mal? Muss nicht auch Jesus irgendwann mal sagen: Jetzt ist Schluss! Gibt es irgendwann einen Punkt, an dem keine Vergebung mehr möglich ist?

Wie ist das mit unseren „Lieblingssünden“, mit Fehlern, die wir immer wieder neu machen und einfach nicht davon loskommen? Fallen wir irgendwann aus der Gnade Gottes heraus, auch wenn wir unsere Fehler immer wieder aufrichtig bedauern und darunter leiden? Oder können wir auf der anderen Seite gedankenlos und bequem immer wieder die gleichen Fehler machen, weil wir ja aus der Vergebung leben? Was bedeutet in solchen Fällen die einfache Formel „Jesus liebt den Sünder, aber hasst die Sünde“?

| Bibeltext |

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