Johannes 7, 14-30 Keine Beweise, sondern eine Einladung

Seltsam, dass Jesus es zuerst ablehnt auf das Laubhüttenfest zu gehen und dann doch hingeht. Aber er geht eben nicht offiziell als Messiasanwärter und Herausforder der religiösen Machthaber, sondern quasi inkognito als Lehrer im Tempel. Trotzdem kommt auch hier das Gespräch mit seinen Zuhörern zu der entscheidenden Frage: Ist er der Christus (V.26)? Jesus geht auf die menschlichen Messiaserwartungen nicht groß ein, aber er macht deutlich, mit welchem Anspruch er auftritt: „Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.“ (V.16) Er nimmt für sich die Autorität Gottes in Anspruch (vgl. auch V.28f).

Nun ist das ein Anspruch, den man nicht so leicht beweisen kann. Jesus bietet dementsprechend keine Beweise an, sondern er spricht eine Einladung zum Vertrauen aus: „Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.“ (V.17) Ob Jesus wirklich von Gott kommt kann man nicht abstrakt beweisen (und im Umkehrschluss auch nicht abstrakt widerlegen!), man kann es nur ausprobieren, ob seine Lehre tragfähig ist und ob sie wirklich von Gott kommt. So ist das bis heute…

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