Johannes 6, 60-71 Der Mut des Glaubens

So manches mal denkt man ja, dass Glaube einfacher wäre, wenn Jesus tatsächlich leibhaftig vor einem stehen würde, wenn man tatsächlich die Worte aus seinem Mund hören könnte, wenn man die Zeichen und Wunder sehen könnte, die er getan hat. Aber die Textstelle heute zeigt, dass Glaube für die Jünger damals nicht einfacher gewesen ist als für uns heute. Ich vermute eher das Gegenteil: es war schwieriger. Vieles von dem was Jesus tat und sagte, konnten sie noch gar nicht richtig einordnen und verstehen. Wir heute können auf Jesu gesamtes irdisches Leben zurückblicken. Wir wissen um Kreuz und Auferstehung. Wir können die Andeutungen Jesu zum Abendmahl und damit zu seinem Kreuzestod besser einordnen.

Für die Jünger damals muss das alles ziemlich fremd und unverständlich gewesen sein. Ich kann gut nachvollziehen, dass sich viele von Jesus abgewandt haben (V.66). Wer weiß auf welcher Seite ich damals gestanden hätte? Glaube ist nie ein einfaches Wissen, sondern es ist immer Vertrauen. Es kostet heute wie damals Mut, sich auf diesen Jesus einzulassen.

| Bibeltext |

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.