Johannes 4, 27-42 Was macht satt?

Mich hat bei diesem Text vor allem V.34 angesprochen: „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.“ Jesu Jünger waren im Dorf und haben etwas zu Essen besorgt. Jetzt sagt ihnen Jesus, dass er schon etwas gegessen hat. Wieder mal ein typisches Missverständnis: Jesus redet von einer anderen Speise, einer Speise die einen anderen Hunger stillt.

Was macht mich satt? Was stillt meinen tiefen inneren Hunger? Ich kenne so manches, was mich oberflächlich satt macht. Ich kenne so manches, was mich von meinem inneren Hunger ablenkt. Jesus wird satt, indem er Gottes Willen tut. Das erlebe ich auch, aber leider immer nur ansatzweise und bruchstückhaft. Viel zu oft gebe ich mich mit der oberflächlichen Befriedigung meines Hungers zufrieden. Viel zu oft verdränge ich diese tiefe innere Leere, die gefüllt werden will.

Schön finde ich an diesem Text, dass er anders endet als die Begegnung mit Nikodemus. Der vorbildlich fromme Nikodemus bleibt beim Fragen stehen. Die samaritanische Außenseiterin wird dagegen zu einer Zeugin, welche auch andere Menschen zu Christus führt.

| Bibeltext |

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