Johannes 4, 11-18 Ein Quell der Missverständnisse

Eines der typischen Missverständnisse bei Johannes: Jesus spricht in V.10 vom „lebendigen Wasser“. Dabei meint er aber nicht mehr das Brunnenwasser, sondern im übertragenen Sinn von einem Wasser, das zum ewigen Leben führt. Die Frau versteht ihn zunächst nicht. Was auch nicht weiter verwunderlich ist. „Lebendiges Wasser“ konnte sprachlich damals auch frisches Quellwasser bezeichnen. Sie fragt sich zurecht, woher Jesus solch frisches Wasser herbringen will, da er doch nicht mal ein Schöpfgefäss hat, um aus dem Brunnen zu schöpfen. Auch nach der etwas rätselhaften Erklärung von Jesus (V.13f) versteht sie nicht richtig und meint Jesus spricht von einer Art Zauberwasser, das ihren irdischen Durst stillt.

Wir als Leser wissen das natürlich besser und wir lächeln ein wenig über dieses Missverständnis. Aber geht es mir denn in meiner Beziehung mit Jesus anders? Versteh ich denn immer, was Jesus zu mir sagt? Gibt es da nicht auch genügend Missverständnisse? Auch bei mir ist es ja so, dass ich oft falsche Erwartungen an Jesus habe, dass meine Erwartungen zu irdisch und menschlich gedacht sind. Dabei möchte Jesus mir etwas von ganz anderer Qualität geben.

| Bibeltext |

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