Johannes 20, 24-31 Selig sind, die nicht sehen

„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (V.29) Damit sind wir gemeint. Wir können den auferstandenen Christus nicht in der gleichen Weise sehen, wie die Jünger und dann auch Thomas damals. Wir müssen glauben und vertrauen ohne zu „sehen“. Ich würde so manches mal gerne mehr sehen von Jesus. Mir geht es da oft ähnlich wie dem Thomas. Ich würde gerne sehen, wie Jesus sichtbarer und deutlicher in unsere Welt eingreift. Ich erlebe in vielen Gemeinden und bei vielen Christen eine Sehnsucht nach mehr Eindeutigkeit, nach mehr greifbaren Glaubenserlebnissen.

Manche versuchen solche Eindeutigkeit durch strikte und engführende Lehre herbei zu führen, andere versuchen sich im Glaubensleben zu besonderen emotionalen Höhepunkten zu puschen, manche arbeiten bis zur Erschöpfung, um erfolgreich Gemeinde zu bauen, und wieder andere resignieren still und leben den Glauben nur noch als äußerliche Hülle. Wo ist der auferstandene Christus in all dem? Müssen wir mehr, fester, tiefer und inniger glauben, um etwas von ihm zu sehen?

Nein, Jesus sagt ja gerade: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Das Ziel ist nicht, über das Sehen zum Glauben zu kommen, sondern zu glauben ohne zu sehen. Auf den Auferstandenen vertrauen, gerade dann wenn man nichts sieht! Das ist schwer!

| Bibeltext |

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Ein Gedanke zu „Johannes 20, 24-31 Selig sind, die nicht sehen“

  1. Oh ja das fällt mir auch oft schwer. Gerade in schweren Zeiten oder in Zeiten der Anfechtung. Gerade heute mittag hatte ich da so ein Gespräch mit Jesus, welches so ziemlich den gleichen Inhalt hatte wie Dein Post.

    Gruß Quin

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