Johannes 12, 1-11 Wahrer Reichtum

Die Geschichte ist mir schwer zugänglich. Jemand mit kostbarem Salböl die Füße zu salben ist ein Zeichen aus einer längst vergangenen und mir fremden Kultur. Dieses Zeichen und seine Bedeutung ist mir nicht mehr unmittelbar zugänglich und es ist schwer, sich vorzustellen, was die Menschen damals – auch emotional – damit verbunden haben. Den ganz profanen Einwand des Judas kann ich dagegen besser verstehen. Die Frage wie man Geld sinnvoll einsetzt, scheint damals wie heute dieselbe zu sein. Es ging dabei um viel Geld: umgerechnet der Jahreslohn eines Arbeiters.

In Zeiten knapper Kassen sind die Finanzen heute mehr als damals das am heißesten diskutierte und umkämpfte Thema in vielen Kirchen und Gemeinden. Ich erlebe es leider häufig, dass nie so leidenschaftlich und ausdauernd diskutiert wird, wie beim Thema Geld. Wenn wir auf anderen Gebieten genauso leidenschaftlich und ausdauernd wären, dann sähen unsere Gemeinden vielleicht anders aus. Die Tat Marias fordert mich auch heute noch heraus. Was ist mir Jesus wert und wie zeige ich das? Was für ein innerer Reichtum muss das sein, wenn jemand so viel Geld ausgibt, um seine Liebe zu Jesus zu zeigen? Was die Geschichte für mich auch deutlich macht ist, dass es letztendlich nicht um Geld geht, sondern dass unser wahrer Reichtum die Hingabe an Jesus ist.

| Bibeltext |

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