Johannes 11, 17-27 Bei Jesus im Leben und Sterben

Was für ein Anspruch! Jesus sieht sich als die Auferstehung und das Leben in Person! Das ist wohl das provozierendste und weitgehendste Ich-bin-Wort des Johannesevangeliums. Jesu ist mehr als ein Wegweiser oder eine Hilfe zum Heil, er ist das Heil selbst. Er vermittelt nicht nur Leben, sondern ist das Leben in Person. Es ist verständlich, dass die junge Christenheit bei solchen Ansprüchen in Konflikt mit der jüdischen Gemeinde geraten ist. Diese Aussagen sind noch einmal von einer anderen Qualität, wie wenn ein Prophet von sich sagt, im Namen Gottes zu reden.

Ist die Aussicht auf ein Leben nach dem Tod aber wirklich ein Trost angesichts des Verlustes eines irdischen Menschenlebens? Manche tun das als billige Jenseitsvertröstung ab. Mit selbst kommt es auch manchmal so vor. Der Schmerz und die Verzweiflung über Leid und Tod in dieser Welt ist trotzdem noch da. Aber dann gibt es auch Zeiten, in denen mich solche Hoffnungsaussagen tragen, halten und trösten. Wer in der Gewissheit leben und sterben kann, dass Jesus das Leben und die Auferstehung ist, und wer diesem Jesus vertrauen kann, der lebt und stirbt leichter.

| Bibeltext |

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