Jesaja 9 – Problemchen gelöst

Tja, da haben wir sie wieder, die zwei Gesichter Gottes (vgl. Post zu Jesaja 6 – Das andere Gesicht Gottes). In der ersten Hälfte: Licht, Friede, Vatergüte („Das Volk das im Finstern wandelt sieht ein großes Licht“, ein Kind wird uns geboren und er heißt: „Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst“). In der zweiten Hälfte des Kapitels dann Gericht und Zorn über das unbußfertige Volk („Bei all dem lässt sein Zorn noch nicht ab“).

Beide Botschaften richten sich zunächst einmal an das Nordreich Israel, das durch die Assyrer schon viel früher als das Südreich Juda vernichtet wurde. Man kann also nicht aufteilen und sagen: Friede für den Süden und Gericht für den bösen Norden. Am ehesten kann man noch versuchen, die Botschaften zeitlich auseinander zu ziehen.

Gericht und Heil, beides kommt von Gott. Und nach den Texten in Jesaja 9 ist beides absolut radikal: Absoluter Friede und Gericht bis zum bitteren Ende.

In Jesus verbindet sich beides: Am Kreuz hält Gott Gericht, bis zum bitteren Ende. Und er schenkt gerade dadurch absoluten Frieden. So, damit wär das Problemchen gelöst und ich kann wieder gemütlich mein friedliches Christein leben… 😉

Bewerte diesen Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.