Jesaja 60 – Vertröstung auf die Zukunft

Wieder so ein Kapitel mit wundervollen Verheißungen für Israels Zukunft. Wenn man das ganze Jesajabuch so im Zusammenhang liest, dann denkt man so langsam: Naja, schon wieder eine Vertröstung auf die Zukunft. Das Buch spricht ja in ganz unterschiedliche Situationen hinein: Vor dem Exil, ins Exil und nach dem Exil. Ab Kap. 40 gibts vor allem Verheißungen für eine bessere Zukunft. Das Volk kann tatsächlich nach Jerusalem zurückkehren, aber die Situation dort ist alles andere als toll. Es macht sich neue Enttäuschung breit – und jetzt kommen wieder Verheißungen, dass in der Zukunft irgendwann alles gut sein wird.

Herr, das ist frustrierend, dass das Heil anscheinend immer nur in der Zukunft liegt. Das war damals bei den Israeliten so und das empfinde ich heute genau so. Warum geschieht so wenig in der Gegenwart? Liegt es immer nur an uns, dass wir nur das kleine Senfkorn sehen, aber nie erleben wie daraus ein großer Baum wird? Natürlich liegt’s an uns, wir versagen immer wieder auf’s Neue, uns fehlt das Vertrauen, uns fehlt immer wieder neu die Sehnsucht, alles nur von dir zu erwarten. Aber Herr, du kennst uns doch, wir können uns nicht grundsätzlich ändern, wenn jemand wirkliche Veränderung schenken kann, dann nur du! Warum tust du das nicht und vertröstest immer nur auf eine bessere Zukunft?“

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