Jesaja 53 – Dumme Schafe

„Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg.“ (Jes. 53,6)

Ich hab mal gehört, dass Schafe einen ziemlich schlechten Orientierungssinn haben. Wenn sie keinen Hirten haben oder nicht eingezäunt sind, dann verlaufen sie sich garantiert und finden nicht wieder zurück. Deswegen macht z.B. die Geschichte vom verlorenen Schaf in Lukas 15 Sinn: Ein Schaf findet nicht alleine wieder zurück zur Herde. Ähnlich sind wir Menschen, zumindest auf geistlichem Gebiet. Ohne Hirten verirren wir uns hoffnungslos. Da schaut jeder nur nach dem nächsten Stückchen grünem Gras und irgendwann weiß keiner mehr wo er eigentlich ist und wie es wieder zurück nach Hause geht. Nach Hause – an den Ort des inneren Friedens, den Ort der Geborgenheit, den Ort der Sicherheit.

Hier sagen die Israeliten von sich selbst, dass sie in die Irre gegangen sind wie Schafe – und das obwohl sie doch den „guten Hirten“ kannten, obwohl sie doch schon seit Generationen an Gott glaubten, obwohl sie immer wieder erlebt haben, dass Gott da ist und den Weg weist. Trotz allem haben sie wieder angefangen nur auf sich selbst zu starren, nur zu fragen: Was will ich? Was tut mir gut? Was soll Gott für mich tun? Wie werde ich glücklich? – Kommt mir alles irgendwie bekannt vor…

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