Jesaja 50 – müde

„Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, daß ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, daß ich höre, wie Jünger hören.“ (Jes. 50,4)

Gott hat damals zu den Israeliten gesprochen. Er hat Menschen geschickt, die mit den Müden zur rechten Zeit reden. Manchmal kommt mir ein Leben hier in Deutschland als Christ vor wie ein Leben im Exil. Gott scheint weit weg zu sein und nicht einzugreifen. Wir versuchen unseren Glauben zu leben und Menschen die Liebe Gottes nahe zu bringen und keinen interessiert’s. Ein fremdes Land, das nichts von unserem Gott wissen will. Ein fremdes Land, dem unser Gott gleichgültig ist. Menschen, die sich vielleicht noch für Fußball begeistern lassen, die persönliches Glück und Zufriedenheit suchen, die Unterhaltung und Ablenkung zur Lebensmitte machen und scheinbar nicht nach dem großen ganzen fragen. Oder ist das alles unser Fehler? Leben wir unser Christsein nicht richtig? Sind wir selbst zu lasch und angepasst? Riskieren wir zu wenig? “
Herr, ich bin müde. Müde vom Leben in der Fremde, müde vom Warten auf DICH. Müde von all den menschlichen Anstrengungen dich groß zu machen. Mir geht es wie den Israeliten im Exil: Die großen Verheißungen klingen schön, aber sie machen mich skeptisch – weil sich in meiner Wirklichkeit so wenig davon erfüllt. Ich sehe nichts von deinem machtvollen Eingreifen. Ich merke nichts von deiner unermesslichen Schöpferkraft. Ich sehe nur unser erbärmliches Vor-uns-her-wursteln ohne große Ergebenisse. Gib uns deine Worte zur rechten Zeit, lass uns hören, wie Jünger hören! Bitte!“

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