Jesaja 42 – Gott im Kreissaal

Jesaja kündigt einen Knecht Gottes, einen Auserwählten an, der Gottes Volk befreien wird, der die Gefangenschaft der Israeliten in Babylon beenden wird (bis heute rätseln die Theologen, wer damit eigentlich gemeint ist: Das Volk Israel selbst als Knecht Gottes? Der Prophet, der diese Botschaft weiter gibt? Der Perserkönig Kyros, der Babylonien besiegen wird? Der Zukünftige Messias?… Schön, dass manches in der Bibel auch rätselhaft und undurchschaubar bleibt!!!)

Krass in diesem Kapitel fand ich vor allem V.14: „Ich schwieg wohl eine Zeit lang, war still und hielt an mich. Nun aber will ich schreien wie eine Gebärende, ich will laut rufen und schreien.“ Das sagt nicht der Prophet über sich selbst, sondern das Gott selbst durch den Propheten. Gott schafft etwas ganz Neues. Neues Leben! Und er schreit laut, wie eine Gebärende kurz vor der Geburt. Wenn’s nicht in der Bibel stehen würde, würd ich sagen: So kann man doch nicht von Gott reden! Da gibt’s doch bessere Bilder. Aber es steht drin! Gott leidet, schreit und kämpft, um neues Leben zu schenken. Sein Reden ist nicht nur ein sanfter Windhauch, es ist auch es ist auch ein markerschütterndes Schreien, ein Himmel und Erde bewegendes Schreien und Brüllen.

„Ja Herr, brüll auch in meinem Leben! Schenk etwas Neues, mach die Finsternis zum Licht (Jes.42,16), zerschlage den Knoten in meinem Herzen und in meinem Kopf!!!“

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