Jesaja 32 – Ansatzweise

Jesaja schreibt über eine Zeit in der ein gerechter König herrschen wird und in der der Geist aus Höhe über uns ausgegossen wird. Wie ist das zu verstehen? Ich tu mich mit solchen Prophezeiungen schwer. Sind das Dinge, die sich in unserer irdischen und endlichen Welt verwirklichen? Oder geht es um Dinge, die erst in Gottes großer Neuschöpfung, am Ende der Zeit erfüllt werden? Als Christen glauben wir ja, dass Jesus der König der Gerechtigkeit ist und er Frieden zwischen Gott und Menschen hergestellt hat. Als Christen glauben wir, dass Gott an Pfingsten seinen Geist ausgegossen hat und er in jedem Gläubigen wohnt. Aber warum erleben wir das nur so bruchstückhaft und nicht so herrlich und eindeutig, wie es in diesem Text dargestellt wird? Warum erfüllt Gott (bisher) diese Prophezeiung nur ansatzweise?

Theologisch gesehen steckt dahinter die Spannung zwischen gegenwärtigen und zukünftigen Reich Gottes. Mit Jesus ist Gottes Herrschaft angebrochen, in ihm Reich Gottes schon jetzt gegenwärtig. Und zugleich ist es noch nicht vollendet, erst am Ende der Zeit, bei Jesu Wiederkunft, wird endgültig Gottes Reich alles in allem sein. Vom Kopf her klar, aber mit dem Herzen soooo schwer zu verstehen und zu leben…

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4 Gedanken zu „Jesaja 32 – Ansatzweise“

  1. Danke! Bin selbst überrascht, wie gut das bis jetzt läuft… und wie gut mir selbst das Schreiben tut. Mir hilft es beim Bibellesen dran zu bleiben…
    „Steigkeit“ – Ja, das hört sich nach einer Eigenschaft an, die ich ganz gut gebrauchen könnte 😉

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