Jesaja 30 – Ich bleib im Bett

Jesaja wendet sich gegen das falsche Vertrauen der Judäer auf ein politisches Bündnis mit Ägypten, um der Bedrohung der Assyrer zu entgehen. Wenn ich es recht verstehe, ist nicht so sehr dieses Bündnis ein Problem, sondern dass es eingegangen wird, ohne Gott selbst zu befragen: Man vertraut auf seine eigene Schlauheit anstatt auf Gottes Weisung.

Stattdessen fordert Jesaja: „Wenn ihr umkehret und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein.“ (Jes.30,15) Das hört sich ja eigentlich relativ einfach an: Am besten gar nichts tun, still sein, die Hände in den Schoß legen und darauf vertrauen, dass Gott handelt. Aber ist das wirklich die Alternative zu einem gottlosen Aktivismus? Still sitzen, schweigen und beten? Dann wär ich wohl heute besser im Bett geblieben. Dort kann man wunderschön still bleiben und gar nichts tun…;-)

Ich glaube es kommt eher auf das richtige Zusammenspiel zwischen Still sein und Handeln an. Einfach was tun und danach Gott um seinen Segen dafür zu bitten ist sicher nicht im Sinne Gottes. Aber zuerst still sein, zuerst versuchen, sein Reden zu hören und dann aus dieser Stille heraus zu handeln, das dürfte ein Handeln sein, das Gott gefällt.

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