Jesaja 17 – Rufe mich an, schon vor der Not

Jesaja wendet sich hier gegen das Nordreich Israel und gegen Damaskus, die das Südreich Juda mit kriegerischen Mitteln zu einem Krieg gegen das mächtige Assyrien zwingen wollten. Beiden wird der Untergang angesagt. Und der kam dann auch tatsächlich: 732 v. Chr. wurde Damaskus von Assyrien erobert und 721 v. Chr. Israel. Beide Staaten verloren ihre Unabhängigkeit und wurden zu assyrischen Provinzen.

„Zu der Zeit wird der Mensch blicken auf den, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf den Heiligen Israels schauen; und er wird nicht mehr blicken auf die Altäre, die seine Hände gemacht haben.“ (Jes. 17,7f) Erst wenn’s euch wirklich dreckig geht, dann kommt ihr wieder auf die Idee auf Gott zu schauen! Erstaunlich, wie sich manche menschliche Grundzüge über Jahrtausende hinweg durchziehen.

Ich hör das immer wieder: „Ja, es geht uns in Deutschland einfach zu gut. Da fragen die Leute nicht nach Gott.“ Ist das wirklich wahr? Wächst darum das Christentum in armen Ländern stärker als im „reichen Westen“? Verträgt sich Glaube nicht mit Reichtum und Wohlstand? Warum sind wir eher bereit Gott in der Not anzurufen, als dann wenn es uns gut geht?

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